Höhere Leistungsbeträge, mehr Flexibilität: Das Pflegestärkungsgesetz II (PSG II), eingeführt im Januar 2017, bringt für viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen Verbesserungen. Der Pflegedienst Zeven hilft Ihnen, die neuen Möglichkeiten richtig zu nutzen.

Statt der bisherigen Pflegestufen 1,2,3 und 0 gelten seit Januar 2017 fünf Pflegegrade – mit erhöhten Pflegesachleistungen: Wer beispielsweise bis Ende 2016 mit der Pflegestufe 1 und eingeschränkter Alltagskompetenz geführt wurde, rückte zum Jahresbeginn 2017 automatisch in den Pflegegrad 3 – und kann nun deutlich mehr Mittel für professionelle Hilfe durch Pflegedienste abrufen: 1298 statt bisher 689 Euro pro Monat.

Andere Mittel kommen hinzu, denn die Pflegesachleistungen – abrufbar ab Pflegegrad 2 – sind nur einer von mehreren Unterstützungsbereichen, die flexibel miteinander kombiniert werden können. 

Mittel aus der Pflegeversicherung für ambulante Leistungen (ab 01.01.2017):

  

Wer bereits eine Pflegestufe hatte, wird dabei nicht schlechter gestellt: Die Pflegekassen haben alle Leistungsempfänger automatisch in den nächsten oder übernächsten Pflegegrad überführt. „Neue Möglichkeiten ohne die Belastung eines neuen Pflegegutachtens: Das ist eine praktische Regelung“, so Martina Dittmer-Ziegler, Pflegedienstleiterin des Pflegedienstes Zeven. „Allerdings sind die neuen Chancen zur Nutzung noch nicht allen Familien bewusst.“

Das gilt auch für den neuen Entlastungsbetrag von 125 Euro im Monat, auf den seit Januar 2017 alle Pflegebedürftigen ein Anrecht haben. Nicht abgerufenes Geld verfällt sechs Monate lang nicht, sodass die Mittel auch „angespart“ werden können – und das für die verschiedensten Hilfen: Ziel dieses Beitrages ist die „Förderung einer selbstbestimmten Lebensführung“. 

Zu den wichtigsten Veränderungen durch das PSG II zählen auch die neuen Kriterien für die Pflegebedürftigkeit: Viel stärker als bisher wird berücksichtigt, dass es nicht nur von der körperlichen Gesundheit abhängt, ob jemand im Alltag allein zurechtkommt. „Die Begutachtungskriterien sind völlig neu definiert worden“, erklärt Anke Voetelink, als stellvertretende Pflegedienstleiterin seit Jahren an der Schnittstelle zwischen Angehörigen, Pflegepersonen, Krankenkassen, Behörden und Ärzten tätig: „Für Demenzkranke oder Menschen mit seelischen Erkrankungen verändert sich dadurch vieles zum Besseren.“

Bei allen Vorteilen bringen die neuen Regelungen jedoch auch eine typische Begleiterscheinung mit sich: Es ist nicht einfacher geworden, sich darin zurechtzufinden. „So schön die erhöhten Leistungen und die vielen Kombinationsmöglichkeiten sind“, findet Hildegard Engbrocks, Geschäftsführerin des Pflegedienstes Zeven: „Man braucht schon professionelle Unterstützung, um das alles auch wirklich in Anspruch zu nehmen. Die pflegerische Beratung ist dadurch wichtiger denn je. Doch das ist eine Herausforderung, auf die wir gut vorbereitet sind: Unsere ausgebildeten Pflegeberater, insbesondere Michael Bendt, sind Experten auf diesem Gebiet.“ 

 

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